Ochropsora ariae (Fuckel) Ramsb.
(Synonyme: O. sorbi Dietel)
Wirt: Dreiblättriges Windröschen (Anemone trifolia L.)

Befallene Pflanzen etwas heller, Blätter etwas vergeilt


Spermogonien weißlich, auf der Blattoberseite eingesenkt

Aezien über die gesamte Blattunterseite verteilt, weiß, hier noch „ungeöffnet“, deswegen nicht typisch becherförmig

Bechförmige weißliche Aezien mit zerschlitzter Pseudoperidie
Mikroskopische Merkmale: siehe Anemone nemorosa
Sporulationszeitraum: März – Juni
Fundort: z.B. Österreich, Kärnten, Aufstieg Hochobir, 08.07.2015.
Wirtsspektrum: 0,I: Anemone, Aruncus, II,III: Prunus, Sorbus (Wirtswechsel)
Rote-Liste-Kategorie: ungefährdet (Thiel et al. 2023)
Verbreitung: Keine Nachweise auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).
Verwechslungsarten: Tranzschelia pruni-spinosae sieht ähnlich aus, hat aber dunkle Spermogonien (die vor allem blattunterseits ausgebilder sind) und die Aezien sind ockergelb gefärbt.
Anmerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Auf Windröschen (Anemone) werden die Spermogonien und Aezien gebildet, danach wechselt der Pilz auf Mehlbeere (Sorbus), um dort die Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden.
Literatur
Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 1216.
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 120.
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