Microbotryum scabiosae Vánky
(Synonyme: M. scabiosae (Sowerby) G. Deml & Prillinger, Ustilago scabiosae (Sowerby) G. Winter)
Wirt: Wald-Witwenblume (Knautia dipsacifolia Kreutzer)

Habitus

Sori in Blüten in den Staubblättern
Befallene Blüten haben „schmutziges“ Aussehen

Pilz systemisch, alle Blüten einer Pflanze befallen


Sori hell gelblich, blassocker bis gelbviolett bzw. fleischfarben
Mikroskopische Merkmale: siehe Knautia arvensis
Sporulationszeitraum: Mai – September
Fundort: z.B. Deutschland, Baden-Württemberg, Schwarzwald-Baar-Kreis, nö Döggingen, 18.07.2013.
Wirtsspektrum: III:Knautia spp., Scabiosa spp.
Rote-Liste-Kategorie: ungefährdet (Thiel et al. 2023)
Verbreitung: Selten bis zerstreut auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).
Verwechslungsarten: Microbotryum flosculorum kann ebenfalls auf dem Wirt vorkommen, hat aber dunkelviolettes Sporenpulver. Desweiteren kommt der blütenbewohnende Falsche Mehltau Peronospora violacea ebenfalls auf dem Wirt vor und lässt die Blüten schmutzig wirken – hat aber Konidienträger und Konidien und keine pulverige Sporenmasse.
Anmerkung: Die Gattung Microbotryum wird wegen der dunkel verfärbten Staubblätter oft als Antherenbrand bezeichnet, auch wenn diese Gattung nicht zu den Brandpilzen sondern zu den Rostpilzen im weiteren Sinne zählt (Bauer et al. 1997).
Literatur
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 482.
Scholz, H., Scholz, I. (1988) Die Brandpilze Deutschlands (Ustilaginales). Englera 8: 507.
Vánky, K. (2012): Smut fungi of the world. – St. Paul: APS-Press.
Internet
Externer Link

