Ochropsora ariae (Fuckel) Ramsb.
(Synonyme: O. sorbi Dietel)
Wirt: Gelbes Windröschen (Anemone ranunculoides L.)

Befallene Pflanzen etwas heller, schmalere Blätter, etwas vergeilt

Spermogonien weißlich, auf der Blattoberseite eingesenkt


Aezien über die gesamte Blattunterseite verteilt, weiß, mit zerschlitzter Pseudoperidie

Eindrückliche Mischinfektion: braungelbe Aezien mit untermischten dunklen Pyknidien auf der Blattunterseite von Tranzschelia pruni-spinosae, sowie die weißlichen, becherförmigen Aezien von Ochrospora ariae
Mikroskopische Merkmale: siehe Anemone nemorosa
Sporulationszeitraum: März – Juni
Fundort: z.B. Deutschland, Thüringen, Mühlhausen, 14.04.2017.
Wirtsspektrum: 0,I: Anemone, Aruncus, II,III: Prunus, Sorbus (Wirtswechsel)
Rote-Liste-Kategorie: ungefährdet (Thiel et al. 2023)
Verbreitung: Selten auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).
Verwechslungsarten: Tranzschelia pruni-spinosae sieht ähnlich aus, hat aber dunkle Spermogonien (die vor allem blattunterseits ausgebilder sind) und die Aezien sind ockergelb gefärbt.
Anmerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Auf Windröschen (Anemone) werden die Spermogonien und Aezien gebildet, danach wechselt der Pilz auf Mehlbeere (Sorbus), um dort die Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden.
Literatur
Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 1216.
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 120.
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