Microbotryum stellariae (Sowerby) G. Deml & Oberw.
(Synonyme: Ustilago stellariae Liro)
Wirt: Quell-Sternmiere (Stellaria alsine Grimm)

Habitus



Sori in offenen Blüten in geschwollenen Staubblättern, dunkelviolett, stäubend.
Mikroskopische Merkmale siehe: Stellaria graminea
Sporulationszeitraum: Mai – Oktober
Fundort: z.B. Deutschland, Niedersachsen, Braunlage, Königskrug, 17.06.2022, im Rahmen des Harzprojektes
Wirtsspektrum: III: Arenaria spp., Cerastium spp.,Silene spp.
Rote-Liste-Kategorie: ungefährdet (Thiel et al. 2023)
Verbreitung: Selten auf diesem Wirt aus Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).
Verwechslungsarten: Keine
Anmerkung: Die Gattung Microbotryum wird wegen der dunkel verfärbten Staubblätter oft als Antherenbrand bezeichnet, auch wenn diese Gattung nicht zu den Brandpilzen sondern zu den Rostpilzen im weiteren Sinne zählt (Bauer et al. 1997). Früher wurde die Art wie alle Microbotryum-Arten die Nelkengewächse befallen zu Microbotryum violaceum gestellt.
Literatur
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 777.
Scholz, H., Scholz, I. (1988) Die Brandpilze Deutschlands (Ustilaginales). Englera 8: 224.
Vánky, K. (2012): Smut fungi of the world. – St. Paul: APS-Press.
Internet
Externer Link