Puccinia acetosae Körn.
(Synonyme: Uredo acetosae Schumach.)
Wirt: Gebirgs-Sauerampfer (Rumex arifolius All.)


Habitus


Befallene Blattstellen meist etwas heller, gelblich oder auch rötlich gefärbt; wenn das Blatt bereits gelblich verfärbt ist, sind die Befallstellen noch grün


Die Sporenlager sind kreisrund, früh stäubend, zimtfarben (Uredien) und sitzen meist auf der Blattunterseite
Seltener finden sich auch Lager blattoberseits
Mikroskopische Merkmale: siehe Rumex acetosella
Sporulationszeitraum: Mai – November
Fundort: z.B. Bayern, Oberbayern, Ldkr. Berchtesgadener Land, Schönau am Königssee, 21.07.2010.
Wirtsspektrum: II,III: Sauerampfer (Subgen: Acetosa, Acetosella)
Rote-Liste-Kategorie: ungefährdet (Thiel et al. 2023)
Verbreitung: Zerstreut auf diesem Wirt in Deutschland nachgewiesen (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).
Verwechslungsarten: Nur sehr schwer mikroskopisch zu trennen ist Uromyces acetosae. Dieser Rostpilz bildet neben Uredien, auch Spermogonien, Aezien und Telien aus. Bisher habe ich die Art immer an großen deutlichen roten Blattflecken gefunden. Die Wand der Uredosporen ist warzig und nicht stachelig. Uromyces rumicis ist ebenfalls ähnlich, kommt aber nur auf Echten Ampfer-Arten vor.
Anmerkung: Dieser Rostpilz vollführt keinen Wirtswechsel. Auf Sauerampfer werden die Uredien und selten auch Telien gebildet (verkürzter Entwicklungszyklus).
Literatur
Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 893.
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 705.
Internet
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