Puccinia angelicae (Schumach.) Fuckel non P. Karst. s. str.
(Synonyme: Uredo angelicae Schumach.)
Wirt: Gewöhnliche Engelwurz (Angelica sylvestris L.)
Habitus
Uredien blattunterseits von hellgrünen bis gelblichen Flecken, klein und zimtbraun
Gelbliche Blattfleckung durch den Befall

Primäre Uredien vor allem am Blattstängel und den Blattnerven gebildet; hier zu Deformationen führend


Detail der primären Uredien
Uredosporen oval, am Scheitel stark verdickt
Sporenornament warzig
Uredosporen 27-31 x 21-24 µm
Merkmale der Teliosporen: siehe Angelica archangelica subsp. littoralis
Sporulationszeitraum: Juni – August
Fundort: z.B. Deutschland, Baden-Württemberg, Waldshut, s Dachsberg, 17.06.2013.
Wirtsspektrum: 0,II,III:Angelica spp.
Rote-Liste-Kategorie: gefährdet, RL3 (Thiel et al. 2023)
Verbreitung: Selten auf diesem Wirt in Deutschland nachgewiesen (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).
Verwechslungsarten: Puccinia karstenii bildet nur Telien aus und verkrümmt hierbei oftmals die Blattnerven. Das können die primären Uredien von Puccinia angelicae aber ebenfalls. Mikroskopische Absicherung erforderlich.
Anmerkung: Dieser Rostpilz vollführt keinen Wirtswechsel. Er bildet seine Spermogonien, Uredien und Telien (Auslassung der Aecien) auf verschiedenen Arten der Engelwurz (Angelica spp.) aus.
Literatur
Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 958.
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 123.
Internet
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