Milesina murariae (Magnus) Grove
(Synonyme: Milesia murariae (Magnus) Faull)
Wirt: Mauerraute (Asplenium ruta-muraria L.)

Habitus

Befallene Wedel meist etwas bräunlich verfärbt

Uredien auf der Unterseite der Wedel, auch am Wedelstiel
Uredien in lockeren Gruppe, auf bräunlichen Flecken

Lager rund oder länglich, von der Epidermis bedeckt, mit einem Schlitz öffnend, weiß
Uredosporen farblos, auf einem sehr kurzen Stiel entstehend
Sporen eiförmig, ellipsoid oder selten auch fast kugelig
Wand entfernt stachelig
Sporulationszeitraum: April bis August
Fundort: z.B. Deutschand, Bayern, Oberfranken, Bayreuth, Eremitage, 25.02.2012.
Wirtsspektrum: 0,I: Abies, II,III: Asplenium ruta-muraria (Wirtswechsel)
Rote-Liste-Kategorie: gefährdet, RL3 (Thiel et al. 2023)
Verbreitung: Selten bis zerstreut auf diesem Wirt in Deutschland nachgewiesen (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).
Verwechslungsarten: Keine
Anmerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Während auf Tanne (Abies) die Spermogonien und Aecien gebildet werden, wechselt der Pilz auf Mauerraute (Asplenium ruta-muraria), um dort die Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden.
Literatur
Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 24.
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 155.
Internet
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