Milesina kriegeriana (Magnus) Magnus
(Synonyme: Milesia kriegeriana (Magnus) Arthur)
Wirt: Gewöhnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas (L.) Schott)

Habitus


Befallene Blätter mit bräunlichen oder gelben Blattflecken

Uredien blattunterseits, subepidermal, pustelförmig, rund und weiß; wenn noch von der Epidermis bedeckt, dann gelbbraun glänzend, die Sporenmasse tritt bei Reife aus
Uredosporen farblos, eiförmig bis ellipsoid, zur Basis verschmälert (Stielansatz)
Wand grobstachelig
Sporulationszeitraum: fast ganzjährig, vor allem im Spätherbst und Winter
Fundort: z.B. Deutschland, Niedersachsen, Lkr. Osterode am Harz, Herzberg, 23.04.2010.
Wirtsspektrum: 0,I: Abies, II,III: Dryopteris (Wirtswechsel)
Rote-Liste-Kategorie: ungefährdet (Thiel et al. 2023)
Verbreitung: Verbreitet auf diesem Wirt in Deutschland nachgewiesen (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).
Verwechslungsarten: Milesina carpatorum kommt sehr selten auf Dryopteris filix-mas vor und hat feinstachelige Uredosporen.
Anmerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Während auf Tanne (Abies) die Spermogonien und Aecien gebildet werden, wechselt der Pilz im Sommer auf Dornfarn (Dryopteris), um dort die Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden.
Literatur
Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 28.
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 356.
Internet
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