Erysiphe alphitoides (Griffon & Maubl.) U. Braun & S. Takam.
(Synonyme: Microsphaera alphitoides Griffon & Maubl.)
Wirt: Trauben-Eiche (Quercus petraea Liebl.)
Myzel kräftig und weiß, oft beiderseits des Blattes ausgebildet
Mikroskopisch Merkmale: Quercus robur
Vorkommen: ab Mai (verstärkt im Sommer bis Herbst) Fundort: D, Sachsen, Lkr. Nordsachsen, Ortsteil Pressel, Neumühle, am Pressler Teich Anmerkung: Es gibt insgesamt 5 verschiedene Echte Mehltaupilze auf Eiche. 2 davon bilden ihr Myzel ausschließlich auf der Blattunterseite aus, die Konidien sind auffällig keulig und bei Reife werden darin die auffällig großen Fruchtkörper mit den basal ampullenförmig verdickten Anhängseln ausgebildet. Typische Merkmale für die Gattung Phyllactinia. Auf Eiche kommen Phyllactinia roboris und Ph. orbicularis vor. Von den Phyllactinia-Arten unterscheiden sich die drei Erysiphe-Arten auf Eiche durch die nicht keuligen Konidien, die auch kleiner sind. Allerdings ist eine Unterscheidung zwischen den drei Erysiphe-Arten auf Eiche meist sehr schwierig. Eine sichere Unterscheidung ist fast nur molekular möglich. Am häufigsten ist E. alphitoides, die auffällige Befälle an Johannistrieben und deutliches weißes Myzel auf der Blattoberseite von Eichenblättern verursacht. Erysiphe hypophylla hingegen kommt vor allem als sehr zartes Myzel auf der Blattunterseite vor (und hat auffällig zylindrische Konidien), und bildet blattunterseits regelmäßig Fruchtkörper. E. quercicola ist ebenfalls auf dem Wirt möglich. Desprez-Loustau et al. (2018) haben zahlreiche Sequenzen von Echten Mehltauen auf Eiche an heimischen Eichen-Arten untersucht – dabei war kein einziger E. quercicola-Beleg aus Deutschland dabei. Aktuell scheint die E. quercicola-Verbreitung vor allem auf wärmere südeuropäische Länder beschränkt zu sein. Lediglich aus Schweden wurde von Knapp et al. (2026) eine Probe aus 28 Echte Mehltaupilz-Aufsammlungen der E. quercicola zugewiesen. In Deutschland sollten die Echten Mehltaue auf Eiche weiter beobachtet werden – es wird vermutlich nur eine Frage der Zeit sein, bis die Art auch in Deutschland auftaucht und sich verbreitet.Literatur
Desprez-Loustau, M. L., Massot, M., Toigo, M., Fort, T., Kaya, A. G. A., Boberg, J., … & Tack, A. J. (2018). From leaf to continent: the multi-scale distribution of an invasive cryptic pathogen complex on oak. Fungal Ecology, 36, 39-50. Knapp, D. G., Doerfler, J., Kroon, J., &Witzell, J. (2026). Powdery mildew on oak (Quercus robur and Q. petraea) saplings in Southern Sweden. Journal of Plant Diseases and Protection, 133(3), 84.

