Phragmidium violaceum (Schultz) G. Winter
(Synonyme: Puccinia violacea Schultz)
Wirt: Schlitzblättrige Brombeere (Rubus laciniatus Willd.)

Habitus; Die Pilzlager werden unterseits von violetten, rundlichen Flecken gebildet


Telien hervorgewölbt, schwarz und früh nackt
Mikroskopische Merkmale: siehe Rubus sect. Rubus
Sporulationszeitraum: fast ganzjährig
Fundort: z.B. Deutschland, Hessen, Hattersheim, 04.11.2017.
Wirtsspektrum: 0,I,II,III: diverse Rubus spp.
Rote-Liste-Kategorie: ungefährdet (Thiel et al. 2023)
Verbreitung: Zerstreut auf diesem Wirt in Deutschland nachgewiesen (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).
Verwechslungsarten: Die großen violetten Blattflecken auf deren Unterseite die Rostpilzlager ausgebildet werden machen diesen Rostpilz leicht kenntlich. Dennoch sollte man gerade am Anfang die Art häufiger mikroskopieren, um ein Gefühl für die Variationsbreite zu bekommen. Phragmidium bulbosum und Kuehneola uredinis machen beide zahlreiche kleine rötliche oder gelbe Blattflecken (die oftmals zusammenfließen).
Anmerkung: Dieser Rostpilz vollführt keinen Wirtswechsel. Auf Brombeere (Rubus spec.) werden die Spermogonien, Aecien (Caeoma), Uredien und Telien gebildet.
Literatur
Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 1196f.
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 701.
Internet
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