Phragmidium fragariae

Phragmidium fragariae (DC.) Rabenh.

(Synonyme: Ph. fragariastri (DC.) J. Schröt., Puccinia fragariae DC.)

Wirt: Kleinblütiges Fingerkraut (Potentilla micrantha Ramond ex DC.)

Habitus (deutlich sichtbar: Kelchblätter innen am Grund dunkelrosapurpurn, was die Art von Potentilla sterilis unterscheidet)

Unterseits von gelblichen bis rötlichen Blattflecken werden die Pilzlager gebildet

Aezien (Caeoma) rundlich oder länglich, über 1 mm im Durchmesser, leuchtend orange

Befall gerne auch an Blatt und Blütenstielen

Uredien klein, orange, stäubend; Telien genauso, aber kastanienbraun

Mikroskopische Merkmale: siehe Potentilla sterilis

Sporulationszeitraum: Mai – Juli

Fundort: z.B. Deutschland, Rheinland-Pfalz, Bacharach, 24.03.2021.

Wirtsspektrum: 0,I,II,III: Fragaria, Potentilla

Rote-Liste-Kategorie: gefährdet, RL3 (Thiel et al. 2023)

Verbreitung: Selten auf diesem Wirt in Deutschland nachgewiesen (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).

Verwechslungsarten: Keine, der Rostpilz ist spezifisch auf weiß blühenden Potentilla-Sippen und Fragaria.

Anmerkung: Dieser Rostpilz vollführt keinen Wirtswechsel. Auf Fingerkraut (Potentilla)  und Erdbeere (Fragaria), auf letzterem nur sehr selten, werden die Spermogonien, Aecien (Caeoma), Uredien und Telien gebildet.


Literatur

Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 1179f.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 653.

Internet

Externer Link

https://bladmineerders.nl/en/parasites/fungi/dikarya/basidiomycota/pucciniomycotina/pucciniomycetes/pucciniales/uredineae/phragmidiaceae/phragmidium/phragmidium-fragariae/