Phragmidium bulbosum (F. Strauss) Schltdl.
(Synonyme: Ph. rubi (Pers.) G. Winter)
Wirt: Echte Brombeeren (Rubus sect. Rubus)

Habitus

Uredien unterseits von zahlreichen kleinen (oft zu großen Flächen zusammenfließenden) rotgelben Blattflecken

Uredien blattunterseits, klein, zahlreich, orange und manchmal kleine Häufchen bildend

Telien ebenfalls unterseits von zahlreichen kleinen (oft zu großen Flächen zusammenfließenden) rotgelben Blattflecken


Telien klein, pulverig und schwarzbraun; hier untermischt mit den weißen Telien von Kuehneola uredinis
Mikroskopische Merkmale: siehe Rubus caesius
Sporulationszeitraum: fast ganzjährig
Fundort: z.B. Deutschland, Hessen, Main-Taunus-Kreis, Flörsheim, 27.07.2014.
Wirtsspektrum: 0,I,II,III: Rubus
Rote-Liste-Kategorie: ungefährdet (Thiel et al. 2023)
Vorkommen: Verbreitet auf diesem Wirt in Deutschland nachgewiesen (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).
Verwechslungsarten: Beim Vorliegen von den dunklen Telien kann man die Art nur noch mit Phragmidium violaceum verwechseln. Bei dieser sind aber immer auffällige runde und violet gefärbte Blattflecken ausgebildet, auf deren Unterseite dann die Sporenlager sitzen. Kuehneola uredinis bildet zwar ebenfalls sehr kleine orangefarbene Uredien unterseits von gelbliche-roten Blattflecken, die darauffolgenden Telien sind aber weiß.
Anmerkung: Dieser Rostpilz vollführt keinen Wirtswechsel. Auf Brombeere (Rubus) werden die Spermogonien, Aecien (Caeoma), Uredien und Telien gebildet.
Literatur:
Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 1196f.
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 701.
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