Microbotryum silenes-acaulis M. Lutz, M. Piątek, Kemler & Chleb.
(Synonyme: – )
Wirt: Gewöhnliches Stängelloses Leimkraut (Silene acaulis subsp. acaulis (L.) Jacq.)

Habitus Wirt (Kelch abrupt in den Stiel übergehend; wächst auf Kalk)

Antheren durch das Sporenpulver dunkelviolett bis bräunlich gefärbt, stäubend (stellenweise schwer zu entdecken)

Durch Regen kann die Farbe der befallenen Staubblätter sehr hell werden (Sporenpulver ausgewaschen)

Detail des Befalls der Staubblätter
Mikroskopische Merkmale: siehe Silene acaulis subsp. exscapa
Sporulationszeitraum: Juli – August
Fundort: z.B. Deutschland, Bayern, Oberbayern, Karwendelgebirge, 07.07.2016.
Wirtsspektrum: III: Silene acaulis
Rote-Liste-Kategorie: extrem selten, R (Thiel et al. 2023)
Verbreitung: Selten auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, Scholz & Scholz 1988).
Verwechslungsarten: Keine
Anmerkung: Die Gattung Microbotryum wird wegen der dunkel verfärbten Staubblätter oft als Antherenbrand bezeichnet, auch wenn diese Gattung nicht zu den Brandpilzen sondern zu den Rostpilzen im weiteren Sinne zählt (Bauer et al. 1997). Früher wurde die Art wie alle Microbotryum-Arten die Nelkengewächse befallen zu Microbotryum violaceum gestellt.
Literatur
Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 755.
Scholz, H., Scholz, I. (1988) Die Brandpilze Deutschlands (Ustilaginales). Englera 8: 233.
Vánky, K. (2012): Smut fungi of the world. – St. Paul: APS-Press.
Internet
Externer Link