Phragmidium mucronatum

Phragmidium mucronatum (Persoon) Schlechtendahl

(Synonyme: Ph. rosarum Fuckel, Puccinia rosae Schumach.)

Wirt: Hunds-Rose (Rosa canina L.)

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Habitus

Caeomalager teils klein, rundlich, bis 1 mm, teils unregelmäßig und durch Zusammenfließen mitunter sehr groß, auf den Blattrippen bis 5, auf den Zweigen und Früchten bis 10 mm, lebhaft orangerot

Detail eines Fruchtbefalls – manchmal sind ganze Rosensträucher durch den Befall leuchtend orange gefärbt

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Die Pilzlager werden unterseits von orangen oder schwach gelblichen, manchmal diffusen Flecken gebildet

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Detail der Blattflecken

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Telien entstehen in den selben Lagern wie die Uredien, dunkelbraun; Uredien orange, klein und stäubend

Telien ebenfalls unterseits von gelblichen (manchmal auch rötlichen) Blattflecken

Telien schwarzbraun, pulverig, in kleinen Grüppchen

Uredosporen eiförmig oder ellipsoidisch, 24-28 x 16-21 µm. Wand etwa 1,5 µm
dick

Über den Keimporen nicht oder nur wenig nach innen aufquellend.

Sporen entfernt stachelwarzig

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Teliosporen aus 5-9, meist 6-8 Zellen bestehend, an den Zellgrenzen nicht eingeschnürt, unten abgerundet, oben in eine Papille oder Spitze verjüngt, Wand warzig, Stiel plötzlich verdickt

Eine plötzlich aufgesetzte Spitze kann aber ebenfalls (wenn auch seltener) bei Ph. mucronatum vorkommen

Sporulationszeitraum: April – November

Fundort: z.B. Deutschland, Bayern, Oberfranken, Ökologisch-Botanischer-Garten, 14.09.2012.

Rote-Liste-Kategorie: ungefährdet (Thiel et al. 2023)

Verbreitung: Verbreitet auf diesem Wirt in Deutschland nachgewiesen (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).

Wirtsspektrum: 0,I,II,III: diverse Rosa spp.

Anmerkung: Dieser Rostpilz vollführt keinen Wirtswechsel. Auf Rosen (Rosa spec.) werden die Spermogonien, Aecien (Caeoma), Uredien und Telien gebildet.

Verwechslungsarten: Rosenroste sind nicht unbedingt leicht zu bestimmen. Das Vorliegen aller Stadien erleichtert eine Artbestimmung. Sehr ähnlich ist Ph. tuberculatum, bei der aber die Uredosporen deutliche aufgequollene Keimporen haben. Weiterhin sind die Teliosporen meist 6-zellig und haben in der Regel eine abrupt aufgesetzte Spitze (diese kann aber auch mal bei Ph. mucronatum vorkommen). Phragmidium fusiforme hat 10-12 zellige Telien und kommt vor allem auf Rosa pendulina vor.


Literatur

Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 1188f.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 697.

Internet

Externer Link

https://bladmineerders.nl/en/parasites/fungi/dikarya/basidiomycota/pucciniomycotina/pucciniomycetes/pucciniales/uredineae/phragmidiaceae/phragmidium/phragmidium-mucronatum/