Melampsorella elatina

Melampsorella elatina (Alb. & Schwein.) Arthur.

(Synonyme: Aecidium elatinum Alb. & Schwein., Caeoma caryophyllacearum Link, Melampsorella caryophyllacearum J. Schröt., M. cerastii (Pers.) J. Schröt., Peridermium elatinum (Alb. & Schwein.) J.C. Schmidt
& Kunze)

Wirt: Weiß-Tanne (Abies alba Mill.)

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHabitus

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Aecien können an den Stämmen starke Wucherungen hervorrufen; meist ist das Befallsbild eher unauffällig und es sind nur die Nadeln infiziert

Sporulationszeitraum: Juni – September

Fundort: z.B. Deutschland, Bayern, Nationalpark Bayrischer Wald, nähe Zwiesel, 15.08.2007.

Wirtsspektrum: 0,I: Abies, II,III: Caryophyllaceae

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt einen Wirtswechsel. Während auf Tanne (Abies) die Spermogonien und Aecien gebildet werden, wechselt der Pilz im Sommer auf verschiedene Nelkengewächse (Caryophyllaceae) um dort die Entwicklung mit der Ausbildung von Uredien und Telien zu vollenden.

Wie von Scholler et al (2022) erkannt, ist der gültige Name Melampsorella elatina (Alb. & Schwein.) Arthur. Die bisherige Synonymisierung ist nicht richtig gewesen.

In Gegenden mit viel Tanne in Deutschland verbreitet nachgewiesen (Klenke & Scholler 2015).

Verwechslungsarten: Keine.


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 74f.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 70.

Scholler, M., Braun, U., Buchheit, R., Schulte, T., & Bubner, B. (2022). Studies on European rust fungi, Pucciniales: molecular phylogeny, taxonomy, and nomenclature of miscellaneous genera and species in Pucciniastraceae and Coleosporiaceae. Mycological Progress, 21(8), 64.