Melampsora androsaemi

Melampsora androsaemi (DC.) N. Schwab

(Synonyme: – )

Wirt: Blut-Johanniskraut (Hypericum androsaemum L.)

Habitus

Befall meist massiv, befallene Blattstellen gelblich gefärbt

Caeoma orange, blattunterseits, pulverig

Detail der Caeoma

Mikroskopische Merkmale: siehe Hypericum calycinum

Sporulationszeitraum: fast ganzjährig

Fundort: Italien, Ligurien, Riviera di Levante, 11.05.2016.

Wirtsspektrum: I,(III): Hypericum

Bemerkung: Dieser Rostpilz vollführt keinen Wirtswechsel. Auf Hartheu (Hypericum) werden die Aezien, sowie die Telien ausgebildet. Letztere sieht man in Deutschland aber meist nicht. Diese Art ist vermutlich ein Neomyzet und nicht konspezifisch mit Melampsora hypericorum, welche bei uns auf wilden Hypericum-Arten vorkommt. Schwab (2024) hat dies erkannt und der Sippe den Namen Melampsora androsaemi (DC.) N. Schwab gegeben.

Selten auf diesem Wirt in Deutschland nachgewiesen (Klenke & Scholler 2015).

Verwechslungsarten: Keine


Gäumann, E. (1959): Die Rostpilze Mitteleuropas mit besonderer Berücksichtigung der Schweiz. – Beiträge zur Kryptogamenflora der Schweiz 12: 185ff.

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 463.

Schwab N (2024) Notes sur quelques micromycètes phytopathogènes intéressants ou rares. Nomenclature et taxinomie de la rouille Melampsora androsaemi comb. nov. (Pucciniales, Melampsoraceae).