Microbotryum stellariae

Microbotryum stellariae (Sowerby) G. Deml & Oberw.

(Synonyme: Ustilago stellariae Liro)

Wirt: Gras-Sternmiere (Stellaria graminea L.)

Habitus

Sori in offenen Blüten in geschwollenen Staubblättern, dunkelviolett, stäubend.

Vergleich befallene (rechts) und unbefallene Blüte (links); befallene Blüten meist etwas kleiner

Sporenpulver dunkelviolett; Blüten bei Befall „schmutzig“ wirkend

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sporen kugelig, 5 – 7 μm im Ø, violett

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sporen mit Maschenfeldern (netzig)

Sporulationszeitraum: Mai – Oktober

Fundort: z.B. Deutschland, Niedersachsen, Meißendorf, Teiche, 08.07.2010.

Wirtsspektrum: III: Arenaria spp.,Cerastium spp.,Silene spp.

Rote-Liste-Kategorie: ungefährdet (Thiel et al. 2023)

Verbreitung: Verbreitet auf diesem Wirt in Deutschland (Klenke & Scholler 2015, eigene Beobachtungen).

Verwechslungsarten: Keine

Bemerkung: Die Gattung Microbotryum wird wegen der dunkel verfärbten Staubblätter oft als Antherenbrand bezeichnet, auch wenn diese Gattung nicht zu den Brandpilzen sondern zu den Rostpilzen im weiteren Sinne zählt (Bauer et al. 1997). Früher wurde die Art wie alle Microbotryum-Arten die Nelkengewächse befallen zu Microbotryum violaceum gestellt.


Literatur

Klenke, F., Scholler, M. (2015): Pflanzenparasitische Kleinpilze. Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. – Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum: 777.

Scholz, H., Scholz, I. (1988) Die Brandpilze Deutschlands (Ustilaginales). Englera 8: 224.

Vánky, K. (2012): Smut fungi of the world. – St. Paul: APS-Press.

Internet

Externer Link

https://bladmineerders.nl/en/parasites/fungi/dikarya/basidiomycota/pucciniomycotina/microbotryomycetes/microbotryomycetidae/microbotryales/microbotryaceae/microbotryum/microbotryum-stellariae/